Kreisverband Lindau


„Wir stehen an der Seite der Ukrainer, denn Russlands Aggression ist ein Angriff auf die Demokratie und damit auf uns alle“, erklärt Franz Meyer, der Vorsitzende der Senioren-Union in der CSU zur aktuellen Situation. Der Landesvorstand der Senioren-Union sprach mit Manfred Weber, Vorsitzender der EVP Fraktion im Europaparlament und stellvertretender CSU-Parteivorsitzenden, über das Kriegsgeschehen und die Konsequenzen für Deutschland. Manfred Weber betonte: „Jeder Staat der Welt hat nach der Charta der Vereinten Nationen das Recht, sich zu verteidigen und dieses Recht müssen wir der Ukrainer einräumen. In einer blutigen Auseinandersetzung kämpfen die Menschen dort für das, wofür auch wir leben, nämlich Freiheit und Demokratie.“

Mit tiefer Betroffenheit hat der Landesvorstand der Senioren-Union den Angriffskrieg Russlands auf die Ukrainer und die sich für den Westen daraus ergebenden Konsequenzen diskutiert. „Wir stehen in Europa im Krieg. Dieser Satz fällt gerade uns als Vertreter der älteren Generation besonders schwer: wir glaubten dieses Schreckgespenst hinter uns gelassen zu haben“, unterstreicht Franz Meyer, Landesvorsitzender der Senioren-Union. „Nach Jahrzehnten des Friedens erleben wir einen brutalen Angriff auf die Demokratie, auf die Rechte jedes einzelnen. Zu unserem Schrecken ist der Krieg als Mittel zur Unterdrückung der Freiheit zurückgekehrt.“ Der Europaparlamentarier Manfred Weber betonte: „Wir stehen an der Seite der Ukrainer, die für uns alle die Demokratie verteidigen.“

Einig waren sich MdEP Weber und die Mitglieder des Landesvorstands der Senioren-Union, dass nach schwierigen Anläufen doch eine geschlossene Haltung des Westens mit weitreichenden Sanktionen erreicht wurde, die offensichtlich von der russischen Kriegsseite so nicht erwartet wurde. „Wir müssen der Ukraine jetzt beiseite stehen und erfreulicherweise können wir jetzt auch mit Waffenlieferungen unterstützen“, hebt MdEP Weber hervor. Zur Stärke Europas müsse jetzt auch gehören, die größte Flüchtlingswelle seit dem Zweiten Weltkrieg zu bewältigen.

Weber fordert auch Ehrlichkeit gegenüber den Menschen in der EU. „Das ist kein Krieg, der nur weit weg im Fernsehen stattfindet. Er wird auch für uns spürbar werden.“ Die Sanktionen und andere Folgen des Kriegs werden allen etwas kosten, Energie- und Lebensmittelpreise werden steigen, Produktionen wegen unterbrochener Lieferketten in der EU würden bereits eingeschränkt. Weber hat auch große Sorgen vor russischen Cyberwar-Attacken.

Als Konsequenz aus dem Krieg in der Ukraine zeichne sich ein weitreichendes Umdenken in der Politik ab, auch bezogen auf die Bedeutung der Landesverteidigung und der Zusammenarbeit Europas mit den USA in einem starken Bündnis. Die Grundlagen des globalen Zusammenlebens müssten neu bewertet werden und die Politik stehe vor der Herausforderung, neue Antworten zu finden. Franz Meyer, Landesvorsitzender der Senioren-Union, fasst zusammen: „Gerade die ältere Generation kann ihre Erfahrungen jetzt in die Neugestaltung der Politik einbringen. Wir müssen eine klare Orientierung an Werten zum Tragen bringen und wir wollen als Ältere einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, einen neuen Orientierungsrahmen für das Zusammenleben in Europa und in der Welt zu schaffen.“

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